Mediengestalter/-in Digital und Print

Informationen zum Beruf Mediengestalter/Mediengestalterin

Im August 2013 wurde der Beruf  Mediengestalter/ Mediengestalterin in der Fassung von 2007 erneut novelliert. Im Rahmen der Novellierung wurden neue Wahlqualifikationen entwickelt, die sich auf die Bereiche Dekorvorlagenherstellung, Fotolabor und Fotomedienlabor, 3D-Grafikerstellung, Content-Erstellung, Social-Media-Marketing und den Großformatigen Digitaldruck beziehen. In dem nachfolgenden zwei Links steht eine Informationsbroschüre des Bundesverbandes Druck Medien zu diesem Beruf und ein Poster mit der Ausbildungsstruktur des Berufes als Download bereit. 

 Medien­gestalter-Broschüre.

Die betriebliche Ausbildungsstruktur als Poster

Hilfestellung für den betrieblichen Ausbildungsplan:

Stellen Sie sich Ihren individuellen Ausbildungsplan mit dem Ausbildungsplantool des ZFA zusammen

Berufsschulunterricht in Lernfeldern

Bis Juli 2015 wurden in Schleswig-Holstein im Ausbildungsberuf Mediengestalter und Mediengestalterin die Lernfelder den Lernbereichen Konzeption und Produktgestaltung sowie Medienproduktion zugewiesen. Diese Zuweisung der Lernfelder zu Lernbereichen gibt es seit August 2015 nicht mehr. Für alle Mediengestalter und Mediengestalterinnen, die ab August 2015 ihre Ausbildung begonnen haben, gilt der neue Erlass zu den Lernfeldzeugnissen der Berufsschule. Nach diesem Erlass werden in jedem Zeugnis die Lernfelder aller Lehrjahre ohne weitere Lernbereichszuordnung aufgelistet. Noten erscheinen jedoch nur hinter den Lernfeldern, die im laufenden Schulhalbjahr unterrichtet wurden.

Der Bundesrahmenlehrplan für Mediengestalterinnen und Mediengestalter gliedert den Fachunterricht in allen drei Lehrjahren nach Lernfeldern. Lernfelder sind aus den betrieblichen Handlungsfeldern des Berufes abgeleitet. Die verbindlichen Zielformulierungen zur Erreichung von Fach-, Sozial- und Personalkompetenz sind im KMK-Bundesrahmenlehrplan für den Beruf des Mediengestalters/Mediengestalterin für Digital und Print festgelegt.
Der gesamte KMK-Rahmenlehplan steht hier als Download bereit: MeG KMK-Rahmenlehrplan

Der Lehrplan des Berufs Mediengestalter/Mediengestalterin sieht im dritten Lehrjahr in der Fachrichtung Fachrichtung Gestaltung und Technik eine Schwerpunktbildung vor. Als Schwerpunkte können Print und Digital gewählt werden. Die Schwerpunktwahl in der Berufsschule richtet sich ausschließlich nach dem im Ausbildungsvertrag festgelegten Schwerpunkt. In der Berufsschule wird das  dritte Ausbildungsjahr in der Fachrichtung Gestaltung und Technik  in zwei gemeinsamen Lernfeldern unterrichtet und zwei Lernfeldern, in denen zwischen den beiden Schwerpunkten differenziert wird.

In den Fachrichtungen Konzeption und Visualisierung sowie Beratung und Planung sind gemäß der Ausbildungsordnung keine Schwerpunktsetzungen möglich. Beide Fachrichtungen umfassen Printmedien und Digitalmedien.
Im Berufsschulunterricht des dritten Lehrjahres haben die beiden Fachrichtungen zwei gemeinsame Lernfelder im Lernbereich Konzeption und Produktgestaltung

Die didaktische Aufbereitung und Umsetzung der Zielvorgaben des Rahmenlehrplans erfolgt vor Ort an der Landesberufsschule für Medien und Drucktechnik. In der Regel werden dazu Lernsituationen konzipiert, die in Lehr/Lern-Arrangements ihren konkreten Ausdruck finden. Die Didaktische Jahresplanung wird laufend aktualisiert. Die verbindlichen Zielformulierungen der einzelnen Lernfelder integrieren technische, gestalterische, methodische und kommunikative Kompetenzen, über welche die Auszubildenden am Ende des Berufsschulunterrichtes verfügen sollen. Die Vermittlung dieser Kompetenzen ist in den Lehr/Lern-Arrangements integriert. Die Leistungsbewertungen der methodischen und kommunikativen Kompetenzen werden im Zeugnis im Bereich Kommunikation gesondert ausgewiesen.

Die Entwicklung zum Beruf Mediengestalter-/in

Der Beruf Mediengestalter/ Mediengestalterin für Digital und Print entstand 1998 aus den bis dahin existierenden Druckberufen Reprohersteller, Schriftsetzer, Werbe- und Medienvorlagenhersteller sowie dem Reprografen.

Der schnelle technische Wandel in der Druckvorstufe in den neunziger Jahren und die gleichzeitige rasante Bedeutungszunahme der Internettechnologie ließ schon damals erkennen, dass sich die technischen Entwicklungen in der Medienproduktion aufeinander zu bewegten. So führten schon in den achtziger Jahren die mit dem Desktop Publishing einhergehenden Veränderungen in der Druckvorstufe, zu einem stärkeren Zusammenwachsen der Druckbranche mit der Werbebranche. Der 1995 geschaffene Beruf des Werbevorlagenherstellers spiegelte damals diese Entwicklung in der Veränderung der Berufsausbildung wider.

Das Internet als neues Medium spiegelte sich zuerst in der Erweiterung des Werbevorlagenherstellers zum Werbe- und Medienvorlagenhersteller. Das war 1996. Stand in diesem Berufsbild noch die Videotechnik und CD-ROM-Produktion im Zentrum, so ließ die Technikentwicklung auch dieses Berufsbild bald als nicht mehr zeitgemäß erscheinen.

Vor diesem Hintergrund sollte 1998 dann eine radikale Veränderung den neuen Erfordernissen der Berufswelt besser gerecht werden. Hatte man mit dem Reprohersteller 1994 schon den Beruf des Druckformherstellers und den des Druckvorlagenherstellers zu einem Beruf verschmolzen, so erfolgte 1998 die Bündelung von schließlich vier Berufen zu einem.

Die Evaluation des 1998 geschaffenen Mediengestalters durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BBiB) zeigte, dass der Beruf des Mediengestalters in der Praxis, neben gestalterischen Kompetenzen, vor allem auch mit technischen Aufgaben betraut ist und über entsprechende fachliche Kompetenzen verfügen sollte. Diese Erkenntniss führte schließlich dazu, mit der Fachrichtung Technik und Gestaltung diesen Anforderungen der Betriebe besser gerecht zu werden.

Speziell für Werbeagenturen wurde die neue Fachrichtung Konzeption und Visualisierung geschaffen. Hier ist zu erwarten , dass die Prüfungsanforderungen im konzeptionell-gestalterischen Kompetenzbereich im Vergleich zur bisherigen Fachrichtung Mediendesign stark ansteigen werden.

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