Unterricht in der Justizvollzugsanstalt

Die Justizvollzugsanstalt der Stadt Neumünster bietet rund 600 Haftplätze für männliche Häftlinge mit Jugendstrafen, Freiheitsstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren sowie für Strafgefangene, die zwar höhere Haftstrafen erhalten haben, aber zur beruflichen/schulischen Qualifizierung in die JVA-Neumünster verlegt wurden. Das Ziel jeder Haftstrafe ist die Resozialisierung der Häftlinge.
Ein Teil der Häftlinge „genießt“ das Privileg einer Vollausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Die praktische Ausbildung erfolgt fachgerecht in den Werkstätten der JVA und bei Reparaturarbeiten innerhalb der Anstalt. Die theoretische Ausbildung des jeweiligen Berufes wird durch die Lehrkräfte der Walther-Lehmkuhl-Schule sichergestellt.
In der Haftanstalt können folgende Berufe erlernt werden:

  • Ausbaufacharbeiter, Schwerpunkt Trockenbau
  • Bäcker
  • Bauten- und Objektbeschichter (2 Jahre)
  • Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
  • Feinwerkmechaniker
  • Koch
  • Maler und Lackierer, Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung (3 Jahre)
  • Maurer
  • Metallbauer
  • Tischler

Aber, warum dürfen Häftlinge während ihrer Haftzeit überhaupt einen Beruf erlernen? Sollen Sie nicht für Ihre Taten büßen?
Die Aufgabe des Vollzugs besteht vor allem darin, dass „Gefangene fähig werden, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen (Vollzugsziel). Der Vollzug der Freiheitsstrafe dient auch dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten.“ Quelle: §2 des Strafvollzugsgesetzes von 1976.

Weitere Informationen können der Homepage der Justiz Schleswig-Holsteins entnommen werden.

 
 
 

Anschrift

Walther-Lehmkuhl-Schule
Regionales Berufsbildungszentrum
der Stadt Neumünster AöR
Roonstraße 90
24537 Neumünster